Wichtige Hinweise

Bausachverständiger = (Bau-) Gutachter, d.h. Dipl.-Ing. = unverzichtbare Qualifikation:

Nur die Hochschulabsolventen der nachfolgenden Ingenieur-Studiengänge sind qualifiziert als Bausachverständiger = Gutachter in Deutschland tätig zu sein.

“Zertifikate” oder “Diplome” die nicht an einer Hochschule, sondern bei Lehrgängen, Vereinen, etc. erworben wurden, sind wertlos. “Gutachten” die von unqualifizierten Personen ausgestellt wurden, werden natürlich nicht anerkannt.

Achten Sie bei der Auswahl Ihres Bausachverständigen unbedingt auf die folgenden akademischen Titel, da nur sie Garant für die Qualifikation des Gutachters sind, und wählen Sie den Bausachverständigen seinen Schwerpunkten entsprechend aus:

Dipl.-Ing. (FH) Architektur = Dipl.-Ing. Architektur = (früher) Hochbauingenieur:
Schwerpunkte: Hochbau = Gebäude, Baukonstruktion, Wärme-, Schall-, Feuchteschutz, Bauphysik, Bauchemie, Massiv- und Holzbau, etc..

Dipl.-Ing. (FH) Bauingenieurwesen = Dipl.-Ing. Bauingenieurwesen = (früher) Tiefbau- ingenieur: Schwerpunkte: Tiefbau = Straßen-, Brücken-, Tunnelbau, Schiffahrtswege, etc..

Vorsicht ist auch bei den Firmenbezeichnungen “Planungsbüro ...” und “Bauberatung ...” angebracht. Die Begriffe Planungsbüro und Bauberatung sind in Deutschland nicht gesetzlich geschützt, d.h. jeder unqualifizierte Hilfsarbeiter kann ein Planungsbüro oder eine Bauberatung eröffnen.
Wer seine Firma nicht Ingenieurbüro oder Architekturbüro nennt, hat schon seine Gründe dafür, d.h. er darf es nicht, da er nicht über die entsprechenden Qualifikationen (Dipl.-Ing.) verfügt.


Aktuell !
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Ein Verkäufer bietet Zertifikate als Sachverständiger für die verschiedensten Fachgebiete, z.B. Wirtschaft, PC, Gesundheit !!!, Bauwesen, etc., an ...


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ebay ist ja bekannt für günstige Angebote und Schnäppchen, wer sich ein jahrelanges Hochschulstudium mit unzähligen Prüfungen, Studienarbeiten und jahrelange Berufspraxis ersparen möchte, sollte hier unbedingt zugreifen ;-)

Daß die Inhaber solcher Zertifikate höchstens eine Qualifikation als Lachnummer bei Karnevalls-Veranstaltungen besitzen, soll allerdings nicht unerwähnt bleiben.

Leider ist ein solcher Verkauf in Deutschland nicht strafbar, so daß immer wieder “unwissende” Bauherrn und Auftraggeber geschädigt werden.

Achten Sie deshalb bei der Auswahl Ihres Sachverständigen unbedingt auf den akademischen Titel (siehe Hinweis oben).


Vorgehensweise im Schadensfall:

Da wir fast täglich Anfragen zu Schadensfällen erhalten, bei denen das “Kind schon in den Brunnen gefallen ist”, d.h. bei denen sich der Geschädigte - aus Unwissenheit - selbst übervorteilt hat, hier der normale (=  zeitliche sinnvolle) Ablauf:

• Sie werden ohne eigene Schuld geschädigt (Handwerkerpfusch, Wasserrohrbruch in der Straße, etc.).

• Sie lassen sich umgehend von einem Bausachverständigen beraten, bzw. beauftragen umgehend einen Sachverständigen mit der Schadensdokumentation und evtl. Kostenermittlung. Meist werden wir zu spät angerufen. Sobald die Spuren durch die Handwerker verwischt und verschleiert, oder schon Renovierungs- bzw. Reparaturversuche unternommen wurden, ist es sehr schwer den Umfang des Schadens genau festzuhalten, damit der Geschädigte zu seinem Recht kommt.

• Wenn Sie ohne Ihr Zutun geschädigt wurden, muß die Kosten für den Gutachter die Haftpflichtversicherung des Schadensverursachers übernehmen.

• Fast immer muß auch die Haftpflichtversicherung des Schadensverursachers die Kosten für Ihren Rechtsanwalt übernehmen. Lassen Sie sich von Ihrem Sachverständigen beraten, welcher Anwalt die entsprechende Erfahrung in Bauschadensfällen hat.


Lassen Sie sich auf keinen Fall von der Versicherung des Schadensverursacher, oder durch den Schadensverursacher selbst (z.B. Handwerker) herunterhandeln, damit Sie auf den Ihnen zustehenden Sachverständigen und Rechtsanwalt verzichten. Wenn Sie freiwillig Ihren Rechtsanspruch auf einen Sachverständigen aufgeben, und hinterher - was leider sehr häufig passiert - weitere Schäden auftreten, müssen Sie beweißen, daß diese Schäden durch den Versicherungsnehmer verursacht wurden. Ein Nachweis im nachhinein ist häufig nicht mehr möglich.

Wohnungs- und Hauskauf:

Geiz ist geil! - Ob falscher Geiz aber besonders sinnvoll ist, möchten wir einmal dahingestellt lassen.

Häufig rufen bei uns Menschen an, die eine Eigentumswohnung oder ein Einfamilienhaus kaufen möchten. Ca. 3 bis 4 Stunden Zeitaufwand für eine Hausbesichtigung und ca. ein Arbeitstag für die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens (nur nötig bei Mängeln bzw. Schäden) ist den Meisten aber dann doch zu teuer.

Absolute Laien mutieren plötzlich zu “Bauexperten” und setzen die Existenzgrundlage ihrer Familie leichtfertig aufs Spiel. Deshalb hier einige Denkanstöße:

• Wieviel Geld würden Sie für ein Auto ohne TÜV ausgeben?

• Wieviel Geld geben Sie für ein unbegutachtetes Haus aus?

• Wie lange müssen Sie für Ihr Auto arbeiten? - Wie lange für Ihr Haus?

• Wie alt darf das Auto max. sein, das Sie kaufen würden? - Wie alt ist das Haus?

• Wie hoch ist der max. Verlust bei Schäden am Auto?

• Wie hoch ist der max. Verlust bei Schäden am Haus?

• Mögliche Schäden am Gebäude: aufsteigende Feuchtigkeit, mangelhafte Dämmung, mangelhafte Abdichtung, Wärmebrücken, Installation, Heizung, etc,. etc.. - Wie gut kennen Sie sich wirklich mit Bauschäden, Bauphysik, Baukonstruktion, etc. aus?

• Schimmelpilze und Feuchteschäden lassen sich nicht mal eben mit einem “Wunderspray” heilen. Solche Bauschäden sind, ähnlich wie eine Krebserkrankung beim Menschen, ein ernstzunehmendes baukonstruktives und bauphysikalisches Problem. Diese Schäden entstehen nicht ohne Grund!

• Das Bauen hat sich in den letzten 10 Jahren von den Materialien her sehr verändert, wodurch ganz andere Schäden und Probleme auftreten wie früher.

• Bis spätestens 2006 müssen einige neue Auflagen zu Verbesserung der Gebäudedämmung erfüllt werden.

• Ab 2006 muß für  jedes Gebäude, auch für ältere Häuser, ein Energiepass erstellt werden.

• Häufig werden Gebäude vor dem Verkauf “geschönt”, d.h. Mängel verschleiert. - Den Verkäufer und Markler, die bautechnische Laien sind, können Sie nicht haftbar machen.


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