Schimmelpilze 1

Schimmelpilze
verursachen irreparable Gesundheitsschäden ...
    

Vielen Menschen ist nicht bewußt, welchen gesundheitlichen Risiken und Krankheiten sie sich in einem mangelhaft ausgeführten oder sanierungsbedürftigen Gebäuden aussetzten. Schimmelpilze z. B. können die unterschiedlichsten Ursachen haben, bzw. in den verschiedensten Bauteilen versteckt sein. Oft sitzten die Schimmelpilze, vom Gebäudenutzer unbemerkt, hinter Dachverkleidungen, hinter Fliesen oder im Estrich.

Lösungsmittel aus Klebern, Lacken, Holzwerkstoffen und anderen Baustoffen belasten die Atemluft. Eine zu geringe Oberflächentemperatur raumseitiger Bauteile begünstigt den Schimmelpilzbefall und reumatische Erkrankungen. Feuchte Wände haben nur einen Bruchteil der Dämmwirkung trockener Mauern, so setzen 4% Feuchtigkeit in einer Leichtziegelmauer die Dämmung um 50% herab.

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Nach neusten Studien sind  50% bis 60% der Gebäude in Deutschland mit Schimmelpilzen belastet.


1. Schimmelpilze können, abhängig von ihrer Gattung, toxisch (z.B. neurotoxisch, d.h. das menschliche Nervensystem und Gehirn können durch das Gift irreparabel geschädigt werden), hormonell (wie Östrogen = weibliches Hormon), antibiotisch (d.h. Antibiotika wirken dann u.U. nicht mehr) und allergen (d.h. sie verursachen z.B. Allergien und Neurodermitis) auf den Menschen wirken. Sie stellen deshalb nicht nur ein optisches und hygienisches, sondern auch ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem dar.

Leider lassen sich durch ein Allergietest nur einige wenige, allergen wirkende Schimmelpilze, und keine der toxisch, hormonell bzw. antibiotisch wirkenden Schimmelpilzarten, nachweisen.

2. Nach einem Wasserschaden z.B., sollten Sie sich nicht mit den oberflächlichen “Verschönerungsmaßnahmen” zufrieden geben, die Ihnen die Versicherung des Schadensverursachers “großzügig” bezahlt.

Häufig ist die Gebäudesubstanz nachhaltig geschädigt, es tritt versteckter Pilzbefall auf, der Putz und Estrich sandet ab, usw.. Da der Geschädigte diese Schäden meist nicht rechtzeitig erkennt - und im nachhinein auch nicht mehr beweisen kann - muß er die oft erst Jahre später auftretenden Sanierungskosten selbst bezahlen.

Als Geschädigter haben Sie Anspruch auf einen unabhängigen Sachverständigen Ihrer Wahl und eine fachgerechte Wiederherstellung des Gebäudes.

3. Leider gibt es unzählige dubiose Firmen, die versprechen Feuchtigkeit und Schimmelpilze entgültig zu beseitigen, dabei aber unfachgerecht vorgehen, und u.a. die eigentliche Ausgangsursache nicht bekämpfen. Meist tritt der Schimmelpilz nach Ablauf der Gewährleistung dieser Firmen dann doch wieder auf, häufig sind die betroffenen Gebäude, nach einer solchen “Sanierung”, durch den Einsatz chemischer Stoffe mit Wohnraumgiften belastet.

4. Damit ein vorhandener Schimmelpilzbefall langfristig gestoppt und beseitigt werden kann, muß zuerst die Ursache für den Schimmelpilz gefunden und fachgerecht beseitigt werden. Eine zu hohe Feuchtigkeit im Gebäude ist die Grundlage für jedes Schimmelpilzwachstum.
Bei neueren Gebäuden ist Schimmelpilz fast immer auf Ausführungsfehler (“Handwerkerpfusch”) oder das falsche Wohn-/Lüftungsverhalten der Gebäudenutzer zurückzuführen. Bei älteren Gebäuden ist die Ursache meist der früher übliche, niedrigere bautechnische Standard (Wärmebrücken, unzureichende Wärmedämmung, etc.).

5. Auf das Hausmittelchen Essig sollte man bei der oberflächlichen Schimmelbekämpfung unbedingt verzichten. Aufgrund des sauren Milieus des Essigs verschiebt man das alkalische Milieu des Putzes - das dem Schimmelpilzwachstum entgegenwirkt - in Richtung neutral, bzw. neutralisiert den Baustoff ganz. Auch Mittel auf Chlorbasis aus dem Baumarkt sind bedenklich, da sie zu Lungen- und Schleimhautreizungen führen können.

Alle diese Mittel wirken nur temporär und oberflächlich und sind nur dazu geeignet den oberflächlichen Schimmelpilz kurzfristig zu kaschieren. Sie lösen das eigentliche Problem - die Baumängel - nicht.

6. Durch eine oberflächliche Schimmelbekämpfung kann ein bauwerksbedingter Schimmelpilz (z.B. durch aufsteigende Feuchtigkeit oder Wärmebrücken) natürlich nicht längerfristig gestoppt oder beseitigt werden, da die Ausgangsursache für den Schimmelbefall weiter bestehen bleibt. Bei einer nur oberflächlichen Entfernung vermehren sich die Schimmelsporen meist schon nach kurzer Zeit (bei der ersten Durchfeuchtung) wieder. Bei einem bauwerksbedingten Schimmelpilzbefall müssen auf das betroffene Gebäude individuell zugeschnittene Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden.

7. Nur ein Ingenieur und Sachverständiger besitzt das nötige Wissen und die Erfahrung zu beurteilen, welche Maßnahmen langfristig Erfolg versprechen.

Unzählige Schadensfälle beweißen, daß es riskant ist, auf die Vermutungen und das Halbwissen der diversen “Sanierungsfirmen” und Handwerksbetriebe zu vertrauen.